Verschwendung Deluxe

Ich habe mir vorgestern den Film “Taste The Waste” angeschaut. Er hinterlässt viele Eindrücke, wobei manchmal die Bilder unsauber waren. So wurde gerade über frische Lebensmittel gesprochen, die weggeworfen werden in Supermärkten, im Bild war aber zu sehen, wie wirklicher Bioabfall in einen Container geschüttet wurde. Man denkt natürlich nur: Boah, was für Massen das sind. Aber es waren eben keine vollwertigen Lebensmittel mehr, sondern einfach nur Abfall.

Na gut, davon mal abgesehen – Ein Satz hat sich bei mir richtig eingebrannt, ich kriege den nicht mehr aus dem Kopf:

In Europa und Nordamerika werden soviel Lebensmittel weggeworfen, dass sich damit alle hungernden Menschen der Welt sattessen könnten – dreimal sattessen könnten.

Das ist so bitter. Und dann gibt es in der EU noch das Gesetz, welches verbietet, den Überschuss aus dem Handel als Tierfutter zu verwenden – wegen Seuchengefahr. Doch in Japan ist das sehr wohl möglich – sie haben nämlich nicht die Ressourcen dafür, noch extra Getreide anzubauen. Das Essen wird erhitzt, Schweine kriegen auch Fleischreste, Rinder nur vegetarische.

Diese Regelung ist insofern gravierend, als dass deswegen 5 Millionen Tonnen Getreide zusätzlich angebaut werden müssen für Europa – das ist die gesamte Jahresernte von Österreich.

Hier ist der Trailer:


 

Ich für mich persönlich werde mir jetzt das Dumpster Diving mal näher anschauen, anscheinend gibt es hier in Wien gute Möglichkeiten dazu.

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Der Klimawandel wird (nicht) zur Normalität

Ich habe gerade den Artikel Naturkatastrophen: Der Klimawandel wird zur Normalität auf zeit.de gelesen. Vor allem die Kommentare weiter unten haben mich doch veranlasst, etwas darüber zu schreiben.

Kernaussage des Autors ist es, dass trotz der neuen Katastrophen immer ein Normalzustand erreicht sein wird. Weiter unten schreibt er auch noch, dass die Gesellschaft die Frage, ob es einen Klimawandel überhaupt gibt, auch noch länger beschäftigen wird.

Nun, solche amateurhaften Aussagen kommen durch gefährliches Halbwissen zustande. Die wahren, neuen Katastrophen, in welche Richtung das Klima momentan tendiert, können wir uns heuer noch gar nicht vorstellen. Weil es diese bisher nicht gegeben hat. Die Überschwemmung in Bangok ist ein Witz, weil hier noch die Dämme recht gut gehalten haben. Jedoch hervorzusagen, wo welche Extremereignisse in welcher Intensität in Zukunft stattfinden, ist praktisch unmöglich: Solche Extremereignisse finden oft nur auf lokaler Ebene statt, zum Beispiel Starkregenereignisse in Mitteleuropa. Da jedoch Klimamodelle nur auf globaler, bestenfalls auf regionaler Auflösung (160km-Pixel) rechnen können, haben wir keinerlei Möglichkeiten, fundierte Aussagen zu machen. Es lässt sich nur von der Exploration vergangener Entwicklungen auf zukünftige rückschließen.

Frau Kromp-Kolb hat in einer Vorlesung erklärt, dass wir uns auf mehr Extremas bei gleichzeitig geringer werdenden Verlässlichkeit für Niederschlags- und Temperaturwerte einstellen sollten. Das heißt, die Verteilung der Temperatur- und Niederschlagswerte wird breiter: es werden neue, bisher nicht erlebte Extrema (zum Beispiel neue Temperaturwerte oder Dauer von Trockenperioden) hinzukommen. Heutige Extrema werden zukünftig verstärkt vorkommen. Dagegen heutige als normal betrachtete Werte werden abnehmen, vor allem relativ. Das wird es zum Beispiel zunehmend schwieriger machen, Landwirtschaft zu betreiben oder Tourismus.

Aber zurück zur Aussage des Autors, die Folgen des Klimawandels werden auch mal in den Alltag integriert werden. Schauen wir uns den Sommer 2003 in Europa an. Innerhalb weniger Wochen 70.000 Hitzetote. Ein Sommer, wie wir ihn vorher noch nie erlebt haben. Wo wir uns aber darauf einstellen müssen, solche Extrema in Zukunft häufiger zu haben. Und da schreibt der Autor, wir haben Jahrhunderte Zeit, uns auf den Klimawandel einzustellen. Haben wir das? Ein Extrema findet schlagartig statt und der Klimawandel ist davon gekennzeichnet, dass genau diese zunehmen werden. Jahrhunderte abzuwarten, bis wir uns auf neue Extrema einstellen, wird es also nicht geben.

Wie sollen solche Extrema wie die besagte Hitzewelle bitte Alltag werden? Neben den vielen Toten stieg auch massiv die Gefahr von Bränden, es gab erhebliche landwirtschaftliche Einbußen. Dass diese Zustände in unserer Gesellschaft irgendwann im Alltag untergehen werden, kann ich mir nicht vorstellen.

Die andere Aussage: Die Debatte, ob Klimawandel und wenn: ob durch den Mensch gemacht, bleibt weiterhin bestehen.

Hergott. Das ist die Ansicht der Journalisten, aber nicht der Wissenschaftler. Kein seriöser Wissenschaftler, der sich mit dem Klima der Erde beschäftigt, stellt sich die Frage, ob es einen gibt. Das ist lächerlich. Es gibt zu viele eindeutige Hinweise darauf. Jedoch, wenn Journalisten immer und immer wieder diese alte Leier bringen, dann glauben die Leute auch immer weiter und weiter, dass es keinen wissenschaftlichen Konsenz dazu gäbe. Und die Klimaskeptiker, die alles für eine böse Verschwörung der Klimareligion halten, werden weiterhin erhört. Und seien sie auch noch so unseriös – wer glauben will, der glaubt.

Für mich hat Wissenschaft nichts mit Glaube zu tun. So oft liest man: Soll man den IPCC-Wissenschaftlern glauben? Nein, soll man nicht. Man soll sich jedoch die dargebotenen Fakten ansehen und sich ein eigenes Bild daraus machen. Und jeder Mensch mit selbstdenkendem Hirn wird feststellen, dass es hier nichts mehr zu bezweifeln gibt.

Und es gibt auch zu viele eindeutige Hinweise darauf, dass der Wandel menschgemacht ist. Beispiel: Die CO2-Emissionen und auch der Temperaturanstieg nahmen abrupt seit 1950 zu – in nahezu linearem Ausmaß mit der globalen Wirtschaftsentwicklung.
Tschüss, bis neulich

Die Studentin

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Sixth extinction

Ich habe kürzlich den Film Earth 2100 gesehen und dieser hat mich veranlasst, folgendes nierderzuschreiben:

Es gab bereits fünf Massenartensterben auf der Welt. Die erste war ca. vor 450 Millionen Jahren kurz nach der Festlanderoberung erster Pflanzen. Die zweite vor 350 Millionen Jahren, wodurch Kohlewälder entstanden sind. Zwei weitere gab es vor 250 Mio und vor 200 Mio Jahren. Die letzte wurde vermutlich durch einen Meteroiteneinschlag vor 65 Mio Jahren ausgelöst.

Und die sechste… findet gerade statt. Diesmal sind nicht externe Effekte daran schuld, wie abrupte Klimaveränderungen oder der Meteroitenanschlag. Es ist auf eine einzige Spezies zurückzuführen. Homo sapiens sapiens.

Man durchdenke den Fakt, dass bereits heute 90% der Biomasse von landlebenden Wirbeltieren auf den Menschen und seine gezüchteten Arten zurückzuführen sind. Wieviele Nutztiere und Haustierarten hat der Mensch gezüchtet? Ich weiß es nicht, aber ich schätze, es werden unter 1000 Arten sein, insgesamt wird sich jedoch der größte Biomasseanteil auf einige, wenige Tierarten begrenzen: Schwein, Rind, Huhn. Und 7.000.000.000 Menschen machen auch einiges an Biomasse aus…

Und der Großteil der Arten, der Teil, der die eigentliche Diversität in sich trägt, muss sich auf die übrigen 10% aufteilen. Soweit hat der Mensch Natur schon verdrängt.

In dem Film kam auch noch ein anderer sehr guter Vergleich mit der Osterinsel auf.

Im 16. Jahrhundert haben sich die Bewohner dieser einzelnen, verlassen Insel im Pazifik die Lebensgrundlage selbst zerstört: Sie hatten die gesamte Insel abgeholzt, was zu Erosionen führte, wodurch alle Menschen verhungert sind im Endeffekt.

Wir, als Weltbevölkerung, stehen heute auch vor diesem Problem: Wir vernichten immer mehr und mehr unsere Lebensgrundlage (eine Welt mit stabilen Klimabedingungen und daraus resultierender verlässlichen Versorgung mit Lebensmitteln). Und auch wir sind ganz verlassen im Universum. Auch wir haben keinen Platz, wo wir ausweichen könnten.

Jaja, macht nur weiter so.

Tschüss, bis neulich

Die Studentin

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Offshore – nein, danke

Gestern in der Vorlesung zu Umweltpolitik hatte unser Professor unter anderem erötert, dass der Begriff der Umweltpolitik kontextbezogen sehr differenzieren kann. Als Unterbegriffe lassen sich so Umweltschutzpolitik, Naturschutzpolitik, Ressourcenpolitik und Ökologiepolitik unterscheiden. Anhand des Beispiels von Offshore-Windparks zeigte er uns, dass Umweltschutzpolitik im direkten Widerspruch zu Naturschutzpolitik stehen kann.

Umweltpolitik, bei der die Nutzung natürlicher Ressourcen durchaus erlaubt ist und auch ein Eingriff per se nicht schlecht ist. Das Ziel sei hier die Vermeidung von Schäden zur Wohlfahrtsvermehrung (z.B. Raubbau von Wäldern, wodurch Waldboden vernichtet wird und keine nachhaltige Forstwirtschaft mehr möglich ist). Eine Umweltpolitik dagegen mit Fokus auf den Naturschutz möchte die Natur, so wie sie ist, bewahren, in ihrem Zustand belassen. Es besteht ein Eingriffsverbot. Forstwirtschaft ist also an sich schlecht, sowie jeglicher Bau von Gebäuden in natürlicher Umgebung etc. So gesagt: Naturschutz agiert und argumentiert auf lokaler, maximal regionaler Wirkungsebene, während Umweltpolitik global argumentiert und einwirkt. Offshore-Windparks greifen als Bauwerke in der Natur daher sehr wohl in die Natur ein, sind aber aus umweltschutzpolitischer Sicht zu befürworten, weil sie fossile Energieträger ersetzen.

Soviel zu seinen theoretischen Ausführungen. Das Beispiel der Offshore-Parks ließ mich aber weiter denken. Es ist, meiner Meinung nach, noch viel mehr zu beachten, als nur der Eingriff in die örtliche Natur und die Einsparung von fossilen Energieträgern/CO2- Emissionen.

Wie denn nun Offshore-Windparks (=Windparks außerhalb der 12-Meilen-Zone) auf die Natur einwirken, wusste ich selbst nicht so genau (der Professor auch nicht). Hierzu gibt es wohl ein paar Studien, zum Beispiel diese hier.Es kamen keine wirklich gravierenden Ergebnisse heraus, je nach Tierart und Ort gab es unterschiedliche Verhaltensweisen (entweder Vermeidung oder verstärktes Aufhalten im Bereich der Windparks). Im Deutschlandfunk wurde erst kürzlich berichtet, dass eine niederländische Studie ergeben hat, dass die Biodiversität um Offshore-Windparks signifikant höher sei. Vielleicht, weil es um die Windparks ruhiger ist als auf der offenen See, weil ja die Schiffe die Parks großflächig umfahren müssen. Traurig, dass es solche Anlagen bedarf, bei denen Meerestiere sich überhaupt noch zurückziehen können. Jedenfalls scheinen Schweinswale, die ein sehr empfindliches Gehör haben, hier wirklich Ruhe zu finden.Es lässt sich grob zusammenfassen: Im Betrieb scheinen Offshore-Windparks nicht sonderlich weit zu stören.

Das Gegenteil von Ruhe findet jedoch beim Bau statt. Und jetzt kommen wir zu den unangenehmen Aspekten: Beim Bau werden die Meeresbewohner erheblichst gestört. Der Spiegel hatte hierzu eine gute Meldung geschrieben, die das Thema gut darstellt. Es gibt auch Unterwasserschallgrenzen, um die Meerestiere zu schützen. Beim Bau von den Windparks werden die aber nicht eingehalten (obwohl es technische Möglichkeiten dazu gäbe). Ob es für die Bauunternehmen da irgendwelche Konsequenzen gibt, vermute ich mal eher nicht. Umweltschützer (eigentlich müsste es ja laut obiger Formulierung eher Naturschützer heißen) fordern jedenfalls, solange diese Schallemissionen beim Bau nicht kontrolliert eingedämmt werden, darf nicht mehr gebaut werden.

Dies stellt den direkten Konflikt dar: Auf der einen Seite winkt der große, grüne Strom, auf der anderen Seite gehen die Betreiber hierbei über Leichen.

Aber ich denke nicht, dass Offshore-Windparks nicht nur aus der Naturschutzperspektive vermieden werden soll, sondern auch aus umweltpolitischer Sicht.

Sicher es gibt viele schöne attraktive Seiten der Offshoreparks: Sie befinden sich an Orten, wo viel Wind weht, produzieren also mehr Strom als auf dem Festland (rein theoretisch), stören keine Landschaftsbilder. Bürgerbegehren (oder auch -beteiligung) gibt es nicht. Die paradoxe Situation, dass wir in Deutschland unsere Energie vermehrt aus erneuerbarer Energie beziehen wollen, aber gleichzeitig niemand eine Windkraftanlage in seiner Nähe haben möchte, wird umgangen.

Aber es gibt genauso auch Nachteile. Der Betrieb geht von Großunternehmen aus. Es gibt einige, große Windparks, die Leistungen von mehreren Megawatt haben und so schon an Kohlekraftwerke heranreichen (in Großbritannien gibt es auch einige schöne Beispiele dafür, zum Beispiel Vattenfalls! Thranet-Anlage mit 300 MW!). Aber wir brauchen nicht nur einen prozentual höheren Anteil erneuerbarer Energien (um genau zu sein 100%), sondern auch das Versorgungssystem muss sich ändern. Weg vom Zentralismus, weg von Oligopolen, hin zu dezentraler Energieversorgung, mit vielen kleinen Anbietern. Hier in Österreich sind sie schon ein Schritt weiter. Es gibt vielerlei Gemeinden, die den Schritt in die Energieautarkie gewagt haben. Es gründeten sich Genossenschaften – die Leute, die die Energie beziehen, besitzen auch die Energieanlage. So provitiert die Gemeinschaft doppelt davon: Unabhängig von teurer werdenden fossilen Energieträgern und unabhängig von monopolähnlichen Energieversorgern. Und dabei lässt sich auch noch Geld verdienen.

Diese Möglichkeiten für eine regionale Entwicklung werden mit Offshore-Parks nicht genutzt.Nein, sie stellen nur wieder eine andere zentrale Energieversorgung dar, zwar nicht fossil. Aber trotzdem muss man sich fragen, wie soll der Strom von Nord- und Ost in das dichter besiedelte Ruhrgebiet oder in den Süden gelangen? Das sind wieder extrem weite Wege, mit hohen, unnötigen Energieverlusten, die wir nicht hätten, wenn es mehrere kleine Kraftwerke – primär egal welcher Art – gibt. Nein, da kommt die große Diskussion auf, dass wir neue Leitungsnetze brauchen, die extrem teuer sind und wo es dem Bürger schon wieder ganz nach neuen Energien vergeht.

Und das nächste: Offshore-Windparks befinden sich sehr weit draußen auf dem Meer. Der Bau ist wesetnlich teurer und auch energieintensiver als Windparks auf dem Festland. Es müssen neue Stromkabel auf dem Meeresgrund verlegt werden. Und vor allem, wenn sie wirklich außerhalb der 12 Meilen-Zone liegen, dann müssen eben erstmal diese 12 Meilen überwunden werden, bis überhaupt ein Abnehmer in der Nähe ist. Unnötiger Energieverlust (auch wenn dies nur recht gering ist, es ist eben unnötig). Zwar sollen sich die Offshore-Anlagen nach bereits fünf Monaten im Betrieb amortisiert haben. Aber gleiches gilt auch für Onshore-Parks.

Die Wartung stellt sich außerdem nicht so einfach dar wie auf dem Festland. Es werden immer Hubschrauber benötigt, bei Onshore-Parks ist das nicht zwingend notwendig. Diese können jedoch nur bei entsprechender Witterung fliegen. Offshore-Parks werden aber extra in windreichen Gebieten gebaut. Sollte es zu einem Störfall kommen, vor allem im Winter, können die Anlagen unter Umständen wochenlang nicht repariert werden – ein Ausfall, der wohl in kaum einer Statistik auftauchen wird.

Dazu schreiben Betreiber über die Anlage Alpha Ventus:

“Für Servicearbeiten vom Schiff aus wird alpha ventus nur an etwa 20 Prozent aller Tage zugänglich sein. An anderen Tagen kommt der Helikopter zum Einsatz. Nicht ganz ungefährlich, denn die Techniker müssen sich bei Wind und Wetter etwa 10 Meter tief abseilen. Dieser “windige” Service ist an 60 Prozent aller Tage möglich. “

Insgesamt gesehen stehe ich der ganzen Sache skeptisch gegenüber. Ich meine nicht, dass man auf Offshore-Parks komplett verzichten sollte. Aber die herrliche deutsche Bundesregierung hat eben erst jüngst in der neuen EEG-Novelle wieder (fast ausschließlich) mit der verstärkten finanziellen Förderung von Offshore-Anlagen eine zentrale Energieversorgung gefördert. Und andere Energieformen bleiben hintan stehen. Aber bitte – solange die Frage einer ökologisch verträglichen Errichtung noch offen ist, kann die Regierung doch bitte nicht schon fördern, dass in den nächsten Jahren sehr viele neue Anlagen errichtet werden!? Diese naturschützlichen Probleme ließen sich sicher beheben, dazu gibt es bereits Ansätze. Doch mir gefällt diese Fokusierung auf ein zentrales Netz nicht. Es macht das System destabiler.

Tschüss, bis neulich

Die Studentin

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Der Wolf in uns

Ich möchte vorab erklären, wieso diese Seite “Wolf inside” heißt. Ich habe gerade frisch das Video gesehen, was Gaddafi kurz vor seinem Tod zeigt.

http://web.de/magazine/nachrichten/aufruhr-arabien/13953736.html

Beim besten Willen. Auch wenn dieser Mensch genug Greueltaten angestellt hat. Er war immernoch ein Mensch. Die Rebellen, die ja eigentlich die Guten sind, haben ihn nicht mehr wie einen Mensch behandelt. Sie haben sich das Recht herausgenommen, ihn als ein niederwertiges Wesen herabzustufen und ihn zu quälen. Dieses Phänomen hatten wir auch in Deutschland schon mindestens ein Mal, Stichwort Untermensch.

Der Wolf in uns… Dieses Phänomen finden wir immer und überall. Dass eben doch eine böse Ader aus dem menschlichen Wesen hervorkommt. Ich bin überzeugt davon, dass diese Ader in jedem Menschen von uns steckt, sie ist Teil der Menschheit. Das finde ich nicht schlimm, jedoch müssen wir uns dessen bewusst werden. Und sollten nicht unsere eigene Natur verleugnen.

Der Wolf in uns… Mir ist es dabei nicht daran gelegen, dem Wolf eine böse Charaktereigenschaft anzuhängen. Vielmehr möchte ich es als Allegorie des Mythoses um den Wolf nutzen. Des Bildes, welches die Menschen vom Wolf gebildet haben. Zum Beispiel im Märchen von Rotkäppchen oder der Wolf und die sieben Geislein.

Dieser Blog soll meine kleinen Gedanken festhalten, die ich mir manchmal zur großen Welt mache. Dies mag manchmal die Menschen implizieren, manchmal die Folgen, die durch die Menschen entstehen. Manchmal werde ich auch nur von kleinen Erfahrungen und Erlebnissen berichten, wer weiß.

Tschüss, bis neulich

Die Studentin

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